RD 92802/2025-09-04, Bosch Rexroth AG
77 Axialkolben-Verstellpumpe | A15VSO, A15VLO Baureihe 12
Projektierungshinweise
Projektierungshinweise
▶ Die Axialkolben-Verstellpumpe A15VS(L)O ist für den
Einsatz im offenen Kreislauf vorgesehen.
▶ Die Projektierung, Montage und Inbetriebnahme der
Axialkolbeneinheit setzen den Einsatz von geschulten
Fachkräften voraus.
▶ Lesen Sie vor dem Einsatz der Axialkolbeneinheit die
zugehörige Betriebsanleitung gründlich und vollständig.
Fordern Sie diese gegebenenfalls bei Bosch Rexroth an.
▶ Vor Festlegung Ihrer Konstruktion bitte verbindliche
Einbauzeichnung anfordern.
▶ Die angegebenen Daten und Hinweise sind einzuhalten.
▶ Abhängig vom Betriebszustand der Axialkolbeneinheit
(Betriebsdruck, Flüssigkeitstemperatur) können sich
Verschiebungen der Kennlinie ergeben.
▶ Verschiebungen der Kennlinie können sich auch durch
die Ditherfrequenz bzw. Ansteuerelektronik ergeben.
▶ Konservierung: Standardmäßig werden unsere Axialkol-
beneinheiten mit einem Konservierungsschutz für maxi-
mal 12 Monate ausgeliefert. Wird ein längerer Konser-
vierungsschutz benötigt (maximal 24 Monate) ist dies
bei der Bestellung im Klartext anzugeben. Die Konser-
vierungszeiten gelten unter optimalen Lagerbedingun-
gen, welche dem Datenblatt 90312 oder der Betriebs-
anleitung zu entnehmen sind.
▶ Das Produkt ist nicht in allen Ausführungsvarianten für
den Einsatz in einer Sicherheitsfunktion gemäß
ISO13849 freigegeben. Wenn Sie Zuverlässigkeitskenn-
werte (z.B. MTTF
d
) zur funktionalen Sicherheit benöti-
gen, wenden Sie sich an den zuständigen Ansprechpart-
ner bei Bosch Rexroth.
▶ Beim Einsatz von Elektromagneten können sich in
Abhängigkeit von der verwendeten Ansteuerung elektro-
magnetische Einfl üsse ergeben. Die Verwendung des
empfohlenen Gleichstroms (DC), am Elektromagneten,
erzeugt keine elektromagnetische Störung (EMI), noch
wird der Elektromagnet durch EMI beeinfl usst. Eine
eventuelle elektromagnetische Beeinfl ussung (EMI)
besteht, wenn der Magnet mit moduliertem Gleich-
strom (z.B. PWM-Signal) bestromt wird. Vom Maschi-
nenherstellter sollten entsprechende Prüfungen und
Maßnahmen vorgemommen werden um sicherzustellen,
dass andere Komponenten oder Bediener (z.B. mit
Herzschrittmacher) nicht durch das Potenzial beeinfl ußt
werden.
▶ Die Druckregelung (hydraulisch oder elektronisch) ist
keine ausreichende Absicherung gegen Drucküberlas-
tung. Deshalb ist im Hydrauliksystem ein Druckbegren-
zungsventil vorzusehen. Beachten Sie hierbei die tech-
nischen Grenzen des Druckbegrenzungsventils.
▶ Bei Reglern, die einen externen Steuerdruck benötigen,
ist ausreichend Steuerfl üssigkeit an den zugehörigen
Anschlüssen bereitzustellen, um die benötigten Steuer-
drücke für die jeweilige Reglerfunktion zu gewährleis-
ten. Diese Regler sind konstruktiv bedingt leckagebe-
haftet. Über die Gesamtbetriebszeit ist mit einem
Anstieg des Steuerfl üssigkeitsbedarfs zu rechnen.
Daher ist die Steuerfl üssigkeitsversorgung hinreichend
groß auszulegen. Bei zu wenig Steuerfl üssigkeit kann
die jeweilige Reglerfunktion beeinträchtigt werden und
ggf. zu unerwünschtem Anlagenverhalten führen.
▶ Bei Antrieben die über einen längeren Zeitraum mit
konstanter Drehzahl betrieben werden, kann die Eigen-
frequenz des Hydrauliksystems durch die Anregerfre-
quenz der Pumpe (Drehzahlfrequenz ×9) angeregt
werden. Dies kann durch geeignete Auslegung der
Hydraulikleitungen verhindert werden.
▶ Beachten Sie die Hinweise in der Betriebsanleitung zu
den Anziehdrehmomenten von Anschlussgewinden und
anderen Schraubverbindungen.
▶ Die Anschlüsse und Befestigungsgewinde sind für die
zulässigen Drücke p
max
der jeweiligen Anschlüsse aus-
gelegt, siehe Anschlusstabellen. Der Maschinen- bzw.
Anlagenhersteller muss dafür sorgen, dass die Verbin-
dungselemente und Leitungen den vorgesehenen Ein-
satzbedingungen (Druck, Volumenstrom, Druckfl üssig-
keit, Temperatur) mit den notwendigen
Sicherheitsfaktoren entsprechen.
▶ Die Arbeits- und Funktionsanschlüsse sind nur für den
Anbau von hydraulischen Leitungen vorgesehen.
▶ Schlagartiges Schließen von Ventilen im Hydrauliksys-
tem können in Druckleitungen und/oder Steuerleitun-
gen Druckstöße auslösen (water hammer effect). Diese
können die Lebensdauer der Pumpe bereits oberhalb
eines Drucks in der Arbeitsleitung von p
max
380bar
reduzieren.
In diesem Fall bitte Rücksprache.